
Frisch geschlüpfte Schildkröten fanden wir morgens noch vor Sonnenaufgang in unserem Garten. Dieser Vorgang wiederholte sich an mehreren Tagen. Der Strand von Payagala ist bekannt dafür, dass dort Schildkröten anlanden und ihre Eier verbuddeln.
Die Weibchen kehren meist nachts im Schutze der Dunkelheit an den Strand zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind. Sie graben mit ihren Hinterflossen ein Loch in den Sand, in dem Sie zwischen 50 und 200 Eiern ablegen.
Die Eier der Meeresschildkröten benötigen eine Inkubationszeit von etwa 45 bis 70 Tagen, abhängig von der Schildkrötenart und den klimatischen Bedingungen
Kurz vor dem Schlüpfen beginnen die Jungen, sich aus den Eiern zu befreien. Dies geschieht in der Regel gleichzeitig in der Gruppe, was ihre Überlebenschancen erhöht. Nach dem Schlüpfen graben sich die kleinen Schildkröten nach oben durch den Sand und machen sich auf den Weg zum Meer. Dieser Moment ist besonders kritisch, da die Jungtiere vielen Gefahren ausgesetzt sind, darunter Raubtiere wie Vögel, Krabben und andere Tiere. Auch künstliche Lichtquellen können die Schildkröten verwirren und von ihrem Weg zum Meer ablenken.
Vielleicht waren es die Scheinwerfer auf unserem Grundstück, die die frisch geschlüpften Tiere in unseren Garten lockten. Wir sammelten die Jungtiere ein und trugen Sie behutsam zum Strand, wo wir Sie im offenen Wasser aussetzten. Sie schwammen eiligst in das offene Meer hinaus, wo sie sich geschützt fühlen und Nahrung finden.